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Behutsame Umstellung von ISDN auf All-IP Segment 2: Fernwartung und Support

Sie wollen Ihre ISDN-Telefonanlage im bekannten Umfang auch am IP-Amtsanschluss weiterbetreiben? „Kein Problem“, sagt Ihr Provider! Leider stimmt das nicht immer, denn der Teufel steckt im Detail.

Fernwartung via ISDN
So bieten die meisten TK-Systeme die Möglichkeit der Fernwartung. Der Dienstleister Ihrer Telefonanlage kann über ISDN auf das System zugreifen und über diesen Weg Änderungswünsche (neuen Nutzer einrichten, Warteschleifenmusik ändern, etc.) und kleinere Störungen schnell und kostengünstig erledigen.

SIP braucht alternative Zugriffsmöglichkeiten
Wenn Sie nun auf eine Anbindung via SIP-Trunk wechseln, so ist dieser Weg der Fernwartung nicht mehr gegeben. Sie sollten sich daher frühzeitig mit dem Dienstleister ihrer TK-Anlage in Verbindung setzen, um alternative Fernwartungsmöglichkeiten (z.B. über VPN, Teamviewer, usw.) zu besprechen.

Gateways mit clear mode
Haben Sie sich für ein SIP-ISDN Gateway (z.B. „Digitalisierungsbox“, Fritzbox, usw.) entschieden, so sollten Sie darauf achten, dass dieses den „clear mode“ nach RFC 4040 unterstützt und dieser auch aktiviert ist. Dann kann auch weiterhin der ISDN-Fernwartungszugriff genutzt werden. Leider muss dieser Parameter bei den meisten Geräten erst aktiv gesetzt werden – weisen Sie Ihren Techniker darauf hin.

Und wenn er schon dabei ist, dann sollte auf gleich das Merkmal SIP302 aktiviert werden. Was das bedeutet und welche Auswirkungen es hat, erfahren Sie in Teil 3 der „Behutsamen Umstellung von ISDN auf All-IP“.